ZIVILSIEDLUNG
- Sakralbau

3, DAPONTEGASSE 5, 1907

1907 wurde in der Dapontegasse 5 ein zylindrisch geschlagener Kalkstein mit einem Durchmesser von etwa 60 cm gefunden.

An seiner Außenseite sind Reliefs mit mythologischen Szenen erkennbar, die sich allerdings nur schwer deuten lassen. Ein vierrädriger Wagen wird von einem Löwen gezogen. Aus dem Wagen steigt eine Gestalt – vielleicht Dionysos oder die orientalische Muttergöttin Kybele. Auf der anderen Seite taucht ein Mann, vielleicht ein Flussgott, aus den Wellen auf.

Der Stein war vermutlich Teil einer Säule eines Großbaus (Tempel?), eines Altars oder eines Weihemonuments. Der Fundort liegt außerhalb der Grenzen der Zivilstadt. Möglicherweise befand sich hier ein Heiligtum, das nicht zum Staatskult gehörte, ein orientalischer Kult oder eine Mysterienreligion wäre anzudenken.

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